MEHR Schadensfälle -
HÖHERE Schadenssummen

Nach erfolgter Auswertung der Brandschadenstatistik 2020 für das Bundesland Steiermark ist festzuhalten, dass die Anzahl der Brandfälle mit einer Schadenssumme größer gleich EUR 2.000,- zum Vergleichsjahr 2019 um zirka 7,3 % auf 1.443 Fälle angestiegen ist. Diese negative Entwicklung spiegelt sich auch bei den entstandenen Schadenssummen im Vergleich zu den letzten Jahren wieder. So wurde im Beobachtungszeitraum 2020 eine durch Brände verursachte Gesamtschadenssumme von EUR 47,051 Mio. verzeichnet. Dabei liegt man über einem 5-Jahres-Mittelwert.  Wie schon in den letzten Jahren, so sind auch 2020 der "zivile Bereich" und die "Landwirtschaft" die risikobehaftetsten Gruppen, in welchen die meisten Brände zu verzeichnen sind. Von den risikobehaftetsten Bezirken sind die Stadt Graz und Graz-Umgebung zu nennen, hier vor allem im Zivilbereich. Zu erwähnen ist noch, dass der markante Unterschied bei den beiden Zündquellen "Sonstige Zündquellen" und "Unbekannt" in der langfristigen Brandschadenstatistik auf Grund einer österreichweiten Konkretisierung und Anpassung im Zündquellenschlüssel bzw. in der Statistik zurückzuführen ist, wobei unter der Zündquelle "Unbekannt" auch Brandfälle erfasst werden, deren Ursache nicht eindeutig zugeordnet werden konnte oder generell nicht ermittelt worden ist.
 

Brandursachen

Schon wie in den vergangenen Jahren war auch 2020 die häufigste und eindeutig zuordenbare Brandursache in der Steiermark der direkte Blitzschlag. Vor allem im Zivilbereich und in der Landwirtschaft waren hier die meisten Schadensfälle durch atmosphärische Entladungen zu verzeichnen. Vergleicht man die 2020 gesamten georteten Blitzschläge in der Steiermark (17.633 Entladungen, Quelle: ALDIS) mit den Schadensfällen, so ist erkennbar, dass zirka 2,5 % aller auftretenden Blitzschläge zu Brandschäden ab einer Schadenssumme von EUR 2.000,- an Gebäuden führten. Dabei werden Schäden durch indirekte Blitzschläge, sowie durch Überspannungen in dieser Statisitik nicht betrachtet. Wie schon in den Vorjahren lieferten auch im Beobachtungszeitraum 2020 die beiden Zündquellen "Offenes Licht und Feuer" und "Wärmegeräte" wesentliche Beiträge zu den Brandfällen - hier vor allem im Zivilbereich. Hohe Schadenssummen zeigen sich auch bei den Zündquellen "Elektrische Energie" und "Mechanische Enrgie", die zu einem großen Teil im Zivilbereich sowie in Gewerbebetrieben zu finden sind. 
 

Brandopfer

Bei der Zahl der Brandtoten zeigt sich in der Steiermark gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 eine Verdoppelung. Waren es im Jahr 2019 noch 7 Personen, so mussten 2020 insgesamt 14 Brandtote beklagt werden. Die Brandopfer waren hauptsächlich im Zivilbereich zu finden. Dabei sei zu erwähnen, dass 8 Personen in suizidaler Absicht verstorben sind. Die Anzahl an Verletzten nahm 2020 geringfügig zu. Waren es im Jahr 2019 noch 71 gemeldete Personen, so wurden im Jahr 2020 nun 72 Personen durch Brandfälle im gesamten Bundesland verletzt.

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