Heiße Asche

Am 21. September 2013  ereignete sich in einem überdachten Kfz-Stellplatz mit angeschlossenem Lagerbereich ein Brandereignis. Der Brand konnte mit Mitteln der Ersten Löschhilfe nicht mehr beherrscht werden und nur durch den Einsatz der Freiwillige Feuerwehren eine Brandbekämpfung durchgeführt bzw. ein Übergreifen des Brandes auf das angrenzende Wohnhaus verhindert werden.
 
Bei dem Brand wurden ein Teilbereich des überdachten Kfz-Stellplatzes und der angrenzende Lagerbereich zerstört. Der einseitig offene überdachte Kfz-Stellplatz ist unmittelbar an eine massive Garage angebaut. In weiterer Folge grenzt an die Garage ein Einfamilienwohnhaus. Der überdachte Kfz-Stellplatz war zur Gänze in einer Holzkonstruktion ausgeführt und gliederte sich in einen Einstellplatz für ein Auto im vorderen Bereich und einem Abstellbereich im hinteren Teil der Überdachung. Im Anschluss bestand, mittels einer Holzwand abgetrennt, ein weiterer Geräteeinstellraum.
 
Im Kfz-Einstellplatz waren lediglich zwei kleine Metallbehältnisse mit Deckeln aufgestellt und waren im gesamten überdachten Stellplatz keine elektrischen Anlagen bzw. Installationen vorhanden. Beim Zugang waren insgesamt drei Abfallbehälter und ein Kunststoffsack für Plastikabfälle eingestellt. Diese wurden zur Gänze durch das Brandgeschehen zerstört. In diesem Bereich wurden die tiefsten Abbrand- und Einbrandspuren an der Holzkonstruktion festgestellt.
 
Nach Angabe wurde in der Früh am Tag des Brandgeschehens der Festbrennstoffofen (Kaminofen) im Wohnhaus eingeheizt. Einige Stunden danach wurde die Asche in den Restmüllbehälter im Bereich des überdachten Stellplatzes entsorgt. Des Weiteren wurde ein weiterer Müllsack in diesem Restmüllbehälter eingebracht.
 
Auf Grund der  durchgeführten Brandursachenermittlung und den Zeugenaussagen konnte die Brandausbruchsstelle eindeutig im Bereich des Abstellbereiches hinter dem überdachten Kfz-Stellplatz ermittelt werden. In diesem Bereich war eine sogenannte „Müllsammelstelle“, bestehend aus drei Kunststoffbehältnissen und einem Kunststoffsack vorhanden. Diese wurden durch das Brandgeschehen zerstört und konnte festgestellt werden, dass sich in diesem Bereich die größten bzw. tiefsten Abbrandspuren befunden haben. Da im gesamten Brandausbruchsbereich keine technischen Einrichtungen sowie elektrische Anlagen und Installationen vorhanden waren, sowie den Aussagen der Geschädigten folgend, wurde als Brandursache die eingebrachte heiße Asche in den Restmüllbehälter ermittelt.
 

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