MEHR Schadensfälle -
HÖHERE Schadenssummen

Nach erfolgter Auswertung der Brandschadenstatistik 2017 für das Bundesland Steiermark ist festzuhalten, dass die Anzahl der Brandfälle mit einer Schadenssumme größer EUR 2.000,- zum Vergleichsjahr 2016 um fast 15 % auf 1.646 Fälle angestiegen ist. Diese negative Entwicklung spiegelt sich auch bei den entstandenen Schadenssummen im Vergleich zu den letzten Jahren wieder. So wurde im Beobachtungszeitraum 2017 eine durch Brände verursachte Gesamtschadenssumme von EUR 66,614 Mio. verzeichnet. Hinsichtlich den Schadensfällen wie auch den Schadenssummen liegt man 2017 eindeutig über einem 5-Jahres-Mittelwert.  Wie schon in den letzten Jahren, so sind auch 2017 der "zivile Bereich" und die "Landwirtschaft" die risikobehaftetsten Gruppen, wo die meisten Brände zu verzeichnen sind. Von den risikobehaftetsten Bezirken ist auf Grund der hohen Ballungsdichte die Stadt Graz im Spitzenfeld, hier vor allem im "zivilen Bereich". Zu erwähnen ist noch, dass der markante Unterschied bei den beiden Zündquellen "Sonstige Zündquellen" und "Unbekannt" im Vergleich zu den Vorjahren auf Grund einer österreichweiten Konkretisierung und Anpassung im Zündquellenschlüssel zurückzuführen ist, wobei unter der Zündquelle "Unbekannt" auch Brandfälle erfasst werden, die nicht ermittelt worden sind.
 

Brandursachen

Schon wie in den vergangenen Jahren war auch 2017 die häufigste und eindeutig zuordenbare Brandursache in der Steiermark der direkte Blitzschlag. Vor allem im Zivilbereich und in der Landwirtschaft waren hier die meisten Schadensfälle durch atmosphärische Entladungen zu verzeichnen. Vergleicht man die 2017 gesamten georteten Blitzschläge in der Steiermark (37.137 Entladungen, Quelle: ALDIS) mit den Schadensfällen in diesen Risikogruppen, so ist erkennbar, dass zirka 1,0 % aller auftretenden Blitzschläge zu Schäden ab einer Schadenssumme von EUR 2.000,- an Gebäuden führten. Dabei werden Schäden durch indirekte Blitzschläge bzw. Überspannungen in dieser Statisitik nicht betrachtet. Wie schon in den Vorjahren lieferten auch im Beobachtungszeitraum 2017 die beiden Zündquellen "Wärmegeräte" und "Offenes Licht und Feuer" wesentliche Beiträge zu den Brandfällen - hier vor allem im Zivilbereich. Hohe Schadenssummen zeigen sich auch bei der Zündquelle "Elektrische Energie", hier vor allem bei den Industriebetrieben. 
 

Brandopfer 2017

Einen durchaus ähnlichen Wert zu den letzten Jahren zeigt die Zahl der Brandtoten in der Steiermark. Waren es im Jahr 2016 insgesamt 11 Personen, so mussten 2017 ebenso 11 Brandtote beklagt werden. Die Brandopfer waren hierbei hauptsächlich im Zivilbereich zu finden. Die Anzahl an Verletzten nahm 2017 geringfügig zu. Waren es im Jahr 2016 noch 60 gemeldete Personen, so wurden im Jahr 2017 nun 68 Personen durch Brandfälle im gesamten Bundesland verletzt.

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