WENIGER Schadensfälle -
GERINGERE Schadenssummen

Nach erfolgter Auswertung der Brandschadenstatistik 2018 für das Bundesland Steiermark ist festzuhalten, dass die Anzahl der Brandfälle mit einer Schadenssumme größer EUR 2.000,- zum Vergleichsjahr 2017 um fast 8 % auf 1.524 Fälle gesunken ist. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch bei den entstandenen Schadenssummen im Vergleich zu den letzten Jahren wieder. So wurde im Beobachtungszeitraum 2018 eine durch Brände verursachte Gesamtschadenssumme von EUR 44,251 Mio. verzeichnet. Dabei liegt man eindeutig unter einem 5-Jahres-Mittelwert.  Wie schon in den letzten Jahren, so sind auch 2018 der "zivile Bereich" und die "Landwirtschaft" die risikobehaftetsten Gruppen, in welchen die meisten Brände zu verzeichnen sind. Von den risikobehaftetsten Bezirken ist auf Grund der hohen Ballungsdichte die Stadt Graz im Spitzenfeld, hier vor allem in der "Landwirtschaft". Zu erwähnen ist noch, dass der markante Unterschied bei den beiden Zündquellen "Sonstige Zündquellen" und "Unbekannt" im Vergleich zu den Jahren vor 2016 auf Grund einer österreichweiten Konkretisierung und Anpassung im Zündquellenschlüssel bzw. in der Brandschadenstatistik zurückzuführen ist, wobei unter der Zündquelle "Unbekannt" auch Brandfälle erfasst werden, deren Ursache nicht eindeutig zugeordnet werden konnte.
 

Brandursachen

Schon wie in den vergangenen Jahren war auch 2018 die häufigste und eindeutig zuordenbare Brandursache in der Steiermark der direkte Blitzschlag. Vor allem im Zivilbereich und in der Landwirtschaft waren hier die meisten Schadensfälle durch atmosphärische Entladungen zu verzeichnen. Vergleicht man die 2018 gesamten georteten Blitzschläge in der Steiermark (38.680 Entladungen, Quelle: ALDIS) mit den Schadensfällen, so ist erkennbar, dass zirka 1,4 % aller auftretenden Blitzschläge zu Brandschäden ab einer Schadenssumme von EUR 2.000,- an Gebäuden führten. Dabei werden Schäden durch indirekte Blitzschläge, durch direkte Blitzschläge ohne Brandfolgen und durch Überspannungen in dieser Statisitik nicht betrachtet. Wie schon in den Vorjahren lieferten auch im Beobachtungszeitraum 2018 die beiden Zündquellen "Offenes Licht und Feuer" und "Elektrische Energie" wesentliche Beiträge zu den Brandfällen - hier vor allem im Zivilbereich und in der Landwirtschaft. Hohe Schadenssummen zeigen sich auch bei der Zündquelle "Wärmegeräte", die zu einem großen Teil im Zivilbereich zu finden sind. 
 

Brandopfer 2018

Einen durchaus erfreulichen Wert zu den letzten Jahren zeigt die Zahl der Brandtoten in der Steiermark. Waren es im Jahr 2017 noch 11 Personen, so mussten 2018 insgesamt 7 Brandtote beklagt werden. Die Brandopfer waren überwiegend im Zivilbereich zu finden. Die Anzahl an Verletzten nahm 2018 zu. Waren es im Jahr 2017 noch 68 gemeldete Personen, so wurden im Jahr 2018 nun 83 Personen durch Brandfälle im gesamten Bundesland verletzt.

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