WENIGER Schadensfälle -
GERINGERE Schadenssummen

Nach erfolgter Auswertung der Brandschadenstatistik 2019 für das Bundesland Steiermark ist festzuhalten, dass die Anzahl der Brandfälle mit einer Schadenssumme größer gleich EUR 2.000,- zum Vergleichsjahr 2018 um fast 11,7 % auf 1.345 Fälle gesunken ist. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch bei den entstandenen Schadenssummen im Vergleich zu den letzten Jahren wieder. So wurde im Beobachtungszeitraum 2019 eine durch Brände verursachte Gesamtschadenssumme von EUR 40,178 Mio. verzeichnet. Dabei liegt man eindeutig unter einem 5-Jahres-Mittelwert.  Wie schon in den letzten Jahren, so sind auch 2019 der "zivile Bereich" und die "Landwirtschaft" die risikobehaftetsten Gruppen, in welchen die meisten Brände zu verzeichnen sind. Von den risikobehaftetsten Bezirken ist Graz-Umgebung zu nennen, hier vor allem im Zivilbereich. Zu erwähnen ist noch, dass der markante Unterschied bei den beiden Zündquellen "Sonstige Zündquellen" und "Unbekannt" im Vergleich zu den Jahren vor 2016 auf Grund einer österreichweiten Konkretisierung und Anpassung im Zündquellenschlüssel bzw. in der Brandschadenstatistik zurückzuführen ist, wobei unter der Zündquelle "Unbekannt" auch Brandfälle erfasst werden, deren Ursache nicht eindeutig zugeordnet werden konnte.
 

Brandursachen

Schon wie in den vergangenen Jahren war auch 2019 die häufigste und eindeutig zuordenbare Brandursache in der Steiermark der direkte Blitzschlag. Vor allem im Zivilbereich und in der Landwirtschaft waren hier die meisten Schadensfälle durch atmosphärische Entladungen zu verzeichnen. Vergleicht man die 2019 gesamten georteten Blitzschläge in der Steiermark (25.177 Entladungen, Quelle: ALDIS) mit den Schadensfällen, so ist erkennbar, dass zirka 1,4 % aller auftretenden Blitzschläge zu Brandschäden ab einer Schadenssumme von EUR 2.000,- an Gebäuden führten. Dabei werden Schäden durch indirekte Blitzschläge, durch direkte Blitzschläge ohne Brandfolgen und durch Überspannungen in dieser Statisitik nicht betrachtet. Wie schon in den Vorjahren lieferten auch im Beobachtungszeitraum 2019 die beiden Zündquellen "Offenes Licht und Feuer" und "Elektrische Energie" wesentliche Beiträge zu den Brandfällen - hier vor allem im Zivilbereich und in der Landwirtschaft. Hohe Schadenssummen zeigen sich auch bei den Zündquellen "Wärmegeräte" und "Mechanische Enrgie", die zu einem großen Teil im Zivilbereich sowie in der Landwirtschaft zu finden sind. 
 

Brandopfer 2019

Einen durchaus erfreulichen Wert zu den letzten Jahren zeigt die Zahl der Brandtoten in der Steiermark. Waren es im Jahr 2018 insgesamt 7 Personen, so mussten 2019 ebenso 7 Brandtote beklagt werden. Die Brandopfer waren hauptsächlich im Zivilbereich zu finden. Die Anzahl an Verletzten nahm 2019 ab. Waren es im Jahr 2018 noch 83 gemeldete Personen, so wurden im Jahr 2019 nun 71 Personen durch Brandfälle im gesamten Bundesland verletzt.

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