WENIGER Schadensfälle -
geringere Schadenssummen

Nach erfolgter Auswertung der Brandschadenstatistik 2016 für das Bundesland Steiermark ist festzuhalten, dass die Anzahl der Brandfälle mit einer Schadenssumme größer EUR 2.000,- zum Vergleichsjahr 2015 um fast 10 % auf 1.437 Fälle gesunken ist. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch bei den entstandenen Schadenssummen im Vergleich zu den letzten Jahren wieder. So wurde im Beobachtungszeitraum 2016 eine durch Brände verursachte Gesamtschadenssumme von EUR 32,996 Mio. verzeichnet. Dabei liegt man mit zirka EUR 19,7 Mio. eindeutig unter einem 6-Jahres-Mittelwert. Festzuhalten ist dabei, dass Großschadensereignisse ab einer Schadenssumme von EUR 200.000,- gegenüber dem Vergleichsjahr 2015 deutlich zurückgegangen sind. Hier kann vor allem bei den Industriebetrieben ein Rückgang der Brandfälle um zirka 78 % angegeben werden. Wie schon in den letzten Jahren, so sind auch 2016 der "zivile Bereich" und die "Landwirtschaft" die risikobehaftetsten Gruppen, in welchen die meisten Brände zu verzeichnen sind. Zu erwähnen ist noch, dass der markante Unterschied bei den beiden Zündquellen "Sonstige Zündquellen" und "Unbekannt" im Vergleich zu den Vorjahren auf Grund einer österreichweiten Konkretisierung und Anpassung im Zündquellenschlüssel bzw. in der Brandschadenstatistik zurückzuführen ist.
 

Brandursachen

Schon wie in den vergangenen Jahren war auch 2016 die häufigste und eindeutig zuordenbare Brandursache in der Steiermark der direkte Blitzschlag. Vor allem im Zivilbereich und in der Landwirtschaft waren hier die meisten Schadensfälle durch atmosphärische Entladungen zu verzeichnen. Vergleicht man jedoch die 2016 gesamten georteten Blitzschläge in der Steiermark (32.147 Entladungen, Quelle: ALDIS) mit den Schadensfällen, so ist erkennbar, dass lediglich 1,2 % aller auftretenden Blitzschläge zu Schäden an Gebäuden führten. Dabei werden Schäden durch indirekte Blitzschläge bzw. Überspannungen in dieser Statisitik nicht betrachtet. Wie schon in den Vorjahren lieferten auch im Beobachtungszeitraum 2016 die beiden Zündquellen "Offenes Licht und Feuer" und "Elektrische Energie" wesentliche Beiträge zu den Brandfällen - hier vor allem im Zivilbereich und in der Landwirtschaft. Hohe Schadenssummen zeichnen sich auch bei der Zündquelle "Wärmegeräte" ab, die zu einem großen Teil im Zivilbereich zu finden sind. 
 

Brandopfer 2016

Einen durchaus ähnlichen Wert zu den letzten Jahren zeigt die Zahl der Brandtoten in der Steiermark. Waren es im Jahr 2015 noch 10 Personen, so mussten 2016 insgesamt 11 Brandtote beklagt werden. Die Brandopfer waren überwiegend im Zivilbereich zu finden. Die Anzahl an Verletzten ging 2016 erfreulicherweise zurück. Waren es im Jahr 2015 noch 74 gemeldete Personen, so wurden im Jahr 2016 steiermarkweit 60 Personen durch Brandfälle verletzt.

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