Wohnungsbrand durch Rauchrohr

Am 4. Jänner 2012 kam es gegen 12:00 Uhr zu einem Brandgeschehen in der Dachgeschosswohnung in einem Mehrparteienwohnhaus in Bruck an der Mur. In der Wohnung des Mehrparteienwohnhauses waren im Bereich des Daches Brandspuren an der Holzkonstruktion des Dachaufbaues ersichtlich. Die Bauweise der Wohnung bestand im Wesentlichen aus einer Gipskartonständerwandkonstruktion. Das Dach bestand aus Holz mit entsprechender Dämmung aus Mineralwolle und darauf befindlicher Metallabdeckung. 
Zum Wohnraum hin war die Holzkonstruktion mit Gipskartonplatten beplankt. Im Bereich der Brandspuren am Dach führte das Rauchrohr des in der Wohnung befindlichen Schwedenofens, welcher mit festen Brennstoffen beheizt wurde, durch. Das Rauchrohr selbst war aus Edelstahl errichtet und wies keinerlei Isolierung an der Außenseite auf. Zu den Holzkonstruktionsteilen im Dachbereich wurden keinerlei Sicherheitsabstände eingehalten. Der Ofen war direkt an der Gipskartonwand aufgestellt. Gemäß dem Typenschild dieses Ofens sind Mindestabstände zu brennbaren Materialien von 20 cm auf der Rückseite sowie 30 cm seitlich des Ofens einzuhalten. Die Einbrandspuren im Dachbereich beschränkten sich ausschließlich auf den Umgebungsbereich der Durchführung des Rauchrohres.
 
Im Zuge der Brandursachenermittlung konnte festgestellt werden, dass das Brandgeschehen mit Sicherheit seinen Ausgang im Bereich der Durchführung des Rauchrohres durch die brennbare Deckenkonstruktion genommen hat. In diesem Bereich waren keinerlei Sicherheitsabstände zwischen dem Rauchrohr aus Edelstahl und der brennbaren Holzkonstruktion eingehalten worden. In diesem Bereich hätte zumindest ein Abstand von 0,50 m zwischen dem metallenen Rauchrohr und der Holzkonstruktion eingehalten werden müssen.

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