Brand durch Heißarbeiten

Am 20. September 2011 kam es gegen 12:30 Uhr zu einem Brandgeschehen im Kellergeschoß eines Einfamilienhauses in Kapfenberg. Das Einfamilienhaus war eingeschossig, massiv ausgeführt. Das Dachgeschoß war teilweise ausgebaut. Oberhalb des ausgebauten Dachgeschoßes befand sich noch ein Spitzboden. Das gesamte Gebäude war unterkellert. Die Geschoßdecken waren massiv ausgeführt. Das Dach war hart eingedeckt (Eternitplatten). Zum Zeitpunkt des Brandgeschehens war eine Installationsfirma für Heizungsanlagen damit beschäftigt, 

Umbauarbeiten an der bestehenden Heizungsanlage vorzunehmen. Zu diesem Zwecke wurden im Bereich des Pufferspeichers Umbauarbeiten getätigt. Hierbei wurde eine Gasflamme eingesetzt mit der im Bereich des Pufferspeichers festsitzende Anschlüsse erwärmt wurden um diese Anschlüsse danach leichter demontieren zu können. Durch das Brandgeschehen wurden die beiden Monteure der Installationsfirma leicht verletzt (Rauchgasvergiftung). Das Brandgeschehen wurde sodann durch die Feuerwehr abgelöscht. Im Zuge der Brandursachenermittlung konnte festgestellt werden, dass die massivsten Brandbelastungen im Bereich des Heizraumes im Kellergeschoß zu finden waren. Im gesamten Kellergeschoß waren starke Rauchgasniederschläge durch das Brandgeschehen ersichtlich. Im Erdgeschoß sowie im ausgebauten Dachgeschoß waren ebenfalls Rauchgasniederschläge erkennbar. Im Heizraum des Kellergeschoßes befand sich eine Gastherme sowie der dazugehörige Pufferspeicher. Zusätzlich befand sich noch ein Durchlauferhitzer für den im Erdgeschoß aufgestellten Festbrennstoffkessel. Des Weiteren waren eine Vielzahl von Steuergeräten für diese Heizungsanlagen im Heizraum des Kellergeschoßes untergebracht.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Brandentstehung mit Sicherheit im Heizraum seinen Ausgang genommen hat. Durch die offen stehenden Türen sowohl aus dem Heizraum heraus als auch zum Stiegenaufgang in das Erdgeschoß waren das gesamte Gebäude durch Rauchgasniederschläge stark beschädigt. Im Heizraum selbst waren die stärksten Abbrandspuren im Bereich des Pufferspeichers ersichtlich. Es ist davon auszugehen, dass im Zuge der Installationstätigkeiten mit Hilfe der Gasflamme die Isolierung (Schaumstoffisolierung) des Pufferspeichers zur Entzündung gebracht wurde. Diese brennbare Schaumstoffummantelung verursachte sodann die sehr starke Rauchentwicklung die sich im gesamten Gebäude ausbreitetet.

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